Pray for Zurich – Gebet für Zürich

4. Januar 2020, Kirchgemeindehaus Neumünster, Zürich

Der Name ist Programm. Erwartungsvoll haben sich die Beter auch im siebten Jahr eingefunden. Der Wunsch der Veranstalter war es Gottes Grösse und seine Macht über allen Menschen in der Stadt Zürich auszurufen. Die Stadt stecke voller Anmassung und Gottesferne – aber auch voll Potential und göttlichen Möglichkeiten!

 

 

Gottvertrauen

Anthony Joseph ermutigt die Beter zum Blick auf Gott: »Als der Prophet Elija durstig vor dem vertrockneten Bach stand, hat ihn Gott zu einer bettelarmen syrischen Witwe geschickt, nicht zu einem schweizer Millionär!» So soll die Erwartung nicht auf menschliche Möglichkeiten, sondern auf die Allmacht Gottes gerichtet werden. Mit dem Blick auf Zürich und die vor uns liegenden Nöte sei es wie mit der Einnahme des verheissenen Landes: Man würde eher den 10 negativen Kundschaftern zustimmen. Sie hatten nach der Rückkehr aus Kanaan die Eroberung für ausgeschlossen erklärt: Die Feinde sind stärker als wir. Wir sind klein wie Heuschrecken im Vergleich zu ihnen. Aber Gott hat sich über den Kundschafter Kaleb gefreut, dessen Blick von Gottvertrauen geleitet war. Er hat deswegen eine zustimmende Haltung dem Auftrag gegenüber eingenommen!

 

Wiederherstellung

Thomas Ucar forderte anschliessend zu einer neuen Qualität von Busse und Umkehr auf: Nicht einfach traurig über den Status Quo mit einer Portion Selbstmitleid und einem negativen Selbstbild. Stattdessen solle man entschieden Vollmacht und Verantwortung vor Gott annehmen: In der Botschaft vom verlorenen Sohn bietet der Sohn bei seiner Ankunft zu Hause an, von nun an als Sklave auf dem Hof zu dienen. Der Vater dagegen zeigt dem Sohn, dass es sich um seine Heimkehr handelt und er seinen Platz in der Familie mit aller Würde und Autorität einnehmen darf.

 

Was ist im Himmel für Zürich vorbereitet?

Flavia Döbeli lädt in diesem Sinne ein, Gott im Gebet nicht die negativen Dinge aufzuzählen, die jeder in Zürich sehen kann, sondern Jesus als König willkommen zu heissen und ihm alles zu nennen, was wir an Gutem von seiner Herrschaft erwarten. Jeder Gesellschaftsbereich wurde dann im Gebet neu in Anspruch genommen: Die Kirchen, die Regierung, die Banken aber auch Familien und das Bildungswesen. Es wurden Weisheit, Gnade und Wertschätzung erbeten.

 

Frieden stiften im Alltag?

Felix Ceccato von der Christlichen Polizeivereinigung bat um Fürbitte für den Platz der Polizei. - Nicht nur im Dienst mit Blaulicht oder auf Demonstrationen gibt es täglich viele Probleme. Polizisten sind nur Menschen, stehen aber in einer Mission, die Gewalt und Menschenverachtung oft auch im Verborgenen begegnet. Belastende Erfahrungen brauchen Seelsorge, damit sie sich nicht negativ auf Ehe und Familie der Betroffenen auswirken.

 

Israel

Joelle Major vom Gebetshaus Zürich leitete ebenfalls zur Umkehr an, besonders in Bezug auf historische selbstsüchtige schweizer Politik, die Israel mit seinen Feinden allein stehen gelassen hat.

 

Weitere Gebetsposten haben intensiv für die Wirtschaft gebetet, für die Begegnung von Christen mit Muslimen (CM), Für die Verkündigung des Evangeliums (EE, Life on Stage) Christen in der Politik( EVP) und andere gesellschaftsrelevante Themen(Trucker Bibel, Gefährdeten Hilfe, CPV).

Eingebettet in Lobpreis und Anbetung wurden die etwa 200 Teilnehmer durch die verschiedenen Gebetsthemen geführt. Das sri-lankische Mittagessen war wie immer eine beliebte Pause mit der Gelegenheit zu Begegnung und Austausch.

Beter aus vielen Völkern waren beim abschliessenden Abendmahl und in der Aussendung vereint und feierten die gute Königsherrschaft Gottes über der Stadt Zürich.